D-facto

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D-facto ist eine aus 17 Motiven bestehende Plakatreihe, die in der Zeit zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 umgesetzt und auf
41 Werbeflächen im Stadtgebiet Düsseldorfs, dieser Präsenz und den hier aufgeführten Internetplattformen veröffentlicht wurde.

Die Plakate erschienen in regelmäßigen Abständen und thematisierten Aktuelles, Brisantes und Interessantes. Inhalte, die in
aller Munde waren und sind, für die Augen der Öffentlichkeit auf den Punkt gebracht. Schwarz auf weiß, in A1.

 

D-facto ist ein Projekt von Piotr Zapasnik

im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Design, und wurde von Professor Andreas Uebele und Professor Wilfried Korfmacher betreut.

 

Unterstützt wurde das Projekt
von der City Billboard GmbH.

 

 

 

 

 

 

 

 

23.10.2014

 

Daimler verlagert Produktion nach

Übersee – 1800 Jobs in Gefahr

 

Der Automobilkonzern Daimler plant, die
Produktion der Sprinter für den

Nordamerikanischen Markt in die USA zu verlegen. Damit sind rund 1800 Stellen
in dem Düsseldorfer Werk bedroht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, dass die Internationalisierung des Unternehmens auf
dem Rücken und zum Schaden derer stattfindet, die die Mittel für Investitionen im Ausland erwirtschaften.

 

Quellen:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Rheinische Post

Stuttgarter Nachrichten

08.11.2014

 

Angespannter Wohnungsmarkt
in Düsseldorf

 

Seit Jahren zeichnet sich deutschlandweit der Trend zur Reurbanisierung ab, der auch in Düsseldorf den Wohnungsmarkt spürbar
belastet. Die Politik hat bezüglich steigender Einwohnerzahlen in der Vergangenheit zu vorsichtig prognostiziert und zu wenig gebaut. Wenn Neubauten entstanden, dann größtenteils
 im hochpreisigen Segment und nicht dort, wo die größte Nachfrage bestand. Außerdem wurden staatliche Förderungen für den sozialen Wohnungsbau in sachfremden Aufgabenfeldern eingesetzt, statt damit lokale Bauträger zu reaktivieren. Der Mietspiegel stieg rapide und machte die Stadt zu einer der teuersten Deutschlands.

 

Quellen:

Deutscher Mieterbund

Rheinische Post

Westdeutsche Zeitung

Landeshauptstadt Düsseldorf

 

14.11.2014

 

Kunst für Kasinos – Warhols für
120 Millionen Euro versteigert

 

Ende der 70er Jahre kaufte die landeseigene Kasino-Gesellschaft Westspiel zwei Siebdrucke von Andy Warhol für 185 000 Dollar. Diese hingen bis 2009 in der Spielbank von Aachen, danach kamen die Kunstwerke „Triple Elvis“ 
und „Four Marlons“aus Sicherheitsgründen in den Tresor und wurden am 12. November bei dem New Yorker Auktionshaus Cristie’s für 120 Millionen Euro versteigert. 80,6 Millionen aus dem Erlös erhält die Westspiel GmbH, um den seit Jahren defizitären Spielbanken-Betrieb zu sanieren und ein neues Kasino in Köln bauen
zu können. Der Überschuss von knapp 40

Millionen Euro soll Löcher im klammen Haushalt füllen. Die Versteigerung der mittelbar dem
Land gehörenden Werke ist ein Präzedenzfall und könnte weitere Kommunen dazu bewegen,
sich mittels ihrer Kunstbestände zu sanieren.

 

Quellen:

Rheinische Post

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Süddeutsche Zeitung

 

20.11.2014

 

Schlechtes Radwegenetz in Düsseldorf

 

Der Anteil des Radverkehrs in der Landeshauptstadt ist immens gestiegen. Ergebnisse aus Tests und Umfragen

bestätigen jedoch, dass seitens der Politik
und Verwaltung zu wenig unternommen wurde,
um den Bedürfnissen der Radfahrer/-innen nachzukommen. Von 38 getesteten Großstädten befindet sich Düsseldorf auf Platz 33. Die Sicherheit und der Stellenwert des Radverkehrs entpuppten sich dabei als die größten Kritikpunkte. Radwege sind oft zu eng, nicht vorhanden oder münden abrupt in viel befahrenen Hauptstraßen. Die Mittel für
Unterhaltung und Neubau der Radwege wurden dieses Jahr auf 1,5 Millionen Euro verdoppelt, machen dennoch lediglich zwei Prozent
des Etats für den Straßenneubau aus.
Empfehlungen des Bundesverkehrsministeriums verweisen bezüglich Düsseldorf auf eine Zahl von 8 Millionen Euro.

 

Quellen:

Die Welt

Düsseldorf braucht Rad

 

 

20.11.2014

 

Kondome bei Hartz-IV

 

Die Linken-Fraktion im Düsseldorfer Stadtrat fordert kostenlose Verhütungsmittel für Hartz-IV-Empfänger/innen. Seit 2004 werden Kosten für Verhütungsmittel nicht mehr übernommen, auch dadurch ist die Zahl ungewollter Schwangerschaften und Abtreibungen rapide gestiegen. Im Regelsatz von 391 Euro pro Monat sind lediglich 15,55 Euro für die „Gesundheitspflege“ vorgesehen sind. Eine auf die individuelle Situation zugeschnittene verantwortungsvolle Familienplanung ist nicht möglich, weil die preiswerteste Pille 13 Euro monatlich und eine Packung Kondome zwischen 6 und 11 Euro kostet. Jedem Teil der Gesellschaft muss der Zugang zu Mitteln der Familienplanung ermöglicht werden. Statt vorsorgliche Maßnahmen zu fördern, übernehmen die Länder jedoch die Kosten für eine Abtreibung von circa 500 Euro.

 

Quellen:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Pro Familia

Süddeutsche Zeitung

 

01.12.2014

 

Landesregierung steuert gegen
Thomas Geisels Wohnbauplan

 

Ganz oben auf der Agenda des amtierenden Oberbürgermeisters steht das Thema „bezahlbares Wohnen“. Er möchte, dass jährlich 3000 neue Wohneinheiten entstehen und
der Anteil sozial geförderter Wohnungen von
20 auf 30 Prozent erhöht wird, um der hohen Nachfrage entgegenzuwirken. Damit Wohnungsbau im niedrigen Preissegment für Investoren attraktiv wird, sollen Grundstücke
der Stadt möglichst preiswert verkauft oder verpachtet werden. Doch mit der ab dem 1. Januar 2015 in Kraft tretenden Erhöhung
der Grunderwerbesteuer von 5 auf 6,5 Prozent steuert ausgerechnet die Landesregierung massiv gegen die Wohnpläne Geisels. Die Steuererhöhung soll dem klammen Haushalt zugute kommen, wird jedoch langfristig gesehen Investitionen in den Wohnungsbau und die Erweiterung von Industriebetrieben bremsen.

 

Quellen:

Rheinische Post

WDR

 

 

01.12.2014

 

Düsseldorfs Nachtleben stirbt aus

 

In den letzten Jahren entwickelte sich die Düsseldorfer Altstadt zum Brennpunkt der Kriminalität und Gewalt. Die Bolkerstraße
wird durch ihren Ballermann-Charakter
von Düsseldorfern eher gemieden und zieht stattdessen jedes Wochenende unzählige Junggesellenabschiede an. Neben der
Tatsache, dass sich in der Landeshauptstadt
ein generelles „Clubsterben“ abzeichnet, war und ist vor allem auch die alternative Clubkultur ein zu wenig gefördertes Segment. Lediglich
ein Club genießt Subventionen seitens der Stadt. Finanziell nicht zu stemmende
Auflagen und stagnierende Einnahmen durch
das Nichtrauchergesetz bedingten in der Vergangenheit die Schließung des Foyers und des Rotkompotts. Auch die beliebte Trinkhalle im Stadtteil Flingern wird bald lukrativen Wohnbauvorhaben eines Investors weichen müssen.

 

 

Quellen:

Coolibri

Rheinische Post

 

 

05.12.2014

 

Für Erhalt der Schuldenfreiheit schob Stadtspitze überfällige Investitionen

 

Die Schuldenfreiheit der Stadt ist ein lange getragener Mythos, an dem die ehemalige Stadtspitze lange festhielt. Allein zwischen 2010 und 2012 sind die Schulden Düsseldorfs um 109% auf 228,3 Millionen Euro gestiegen. Um nach Prestigeprojekten wie beispielsweise dem Tunnel am Kö-Bogen nicht aus der „wirtschaftlichen“ in eine faktische Schuldenfreiheit zu rutschen und den Mythos aufrecht erhalten zu können, wurden längst überfällige Investitionen für die Sanierung von Kultureinrichtungen, Schwimmbädern und vor allem Schulen bis zu der Amtsübernahme
durch OB Thomas Geisel geschoben. Im

Etat-Plan für 2015 haben bei den Investitionen die Sanierung und der Neubau von Schulgebäuden oberste Priorität. Fraglich ist, wann angesichts der klammen Kassen die anderen genannten Bereiche angegangen werden.

 

Quellen:

Neue Düsseldorfer Online Zeitung

Rheinische Post

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

05.12.2014

 

Tita Giese plant radikale Umgestaltung
des Worringer Platzes

 

Der Worringer Platz gilt als einer der schlimmsten Schandflecken der Landeshauptstadt. Der Platz zwischen Spielkasinos, Dönerbuden und mehreren Hauptstraßen ist täglicher Treffpunkt
typisches Klientels aus dem Bahnhofsmilieu.
Die große Verkehrsinsel beheimatet aber
auch einen Gemüsestand, eine beliebte Pizzeria und die Künstlerinitiative „Gasthof Worringer Platz“. Bereits 2004 wurde der Platz komplett umgebaut, allerdings brachte das damals rasch befürwortete Konzept keinerlei Verbesserung.

Vor kurzem gab die Künstlerin Tita Giese, die überwiegend öffentliche Räume durch Bepflanzungskonzepte gestaltet, bekannt, sich des Platzes annehmen zu wollen. Ihre Konzepte verwirklichte sie unter anderem bereits auf dem Stresemannplatz. Ihr Plan sieht eine radikale Umgestaltung des Platzes vor, der sowohl die Pizzeria, das dort befindliche Glashaus samt der von ihr verpönten Initiative und genanntes Bahnhofsmilieu weichen soll.

 

 

Quellen:

Express

Rheinische Post

 

 

12.12.2014

 

Düsseldorf weist Schüler von außerhalb ab

 

Traditionsreiche Schulen mit attraktiven Angeboten erfreuen sich auch bei Eltern aus umliegenden Städten großer Beliebtheit.
Kinder und Jugendliche aus benachbarten Städten machen seit jeher einen Teil der Schüler an weiterführenden Schulen Düsseldorfs aus. Anmeldungen aus dem Einzugsgebiet sind
nicht allein dem guten Ruf einiger Schulen geschuldet, sondern der Tatsache, dass
viele Eltern in Düsseldorf arbeiten und die gemeinsamen Anfahrtswege eine Erleichterung des Alltags vieler Familien darstellen. Doch
die Bildungsstätten haben seit Jahren mit
einer Übernachfrage zu kämpfen, der sie nicht nachkommen können, weil seitens der Politik
zu wenig getan wurde. Die schrumpfenden räumlichen Kapazitäten waren der Stadt lange bekannt, aber unternommen wurde wenig – stattdessen standen teure Prestigeprojekte
im Fokus der Stadt. Vor kurzem reagierte der Stadtrat auf den Anmeldeüberhang mit dem Beschluss, keine Kinder und Jugendlichen
 mehr an seinen Gymnasien und Gesamtschulen aufzunehmen, die außerhalb der Stadtgrenzen wohnen. Ein nicht gerade vorteilhaftes Signal einer Stadt, die mit ihrer Offenheit wirbt und in der sich täglich hunderttausend Pendler bewegen.

 

 

Quellen:

Rheinische Post

 

 

12.12.2014

 

Straßenbahn 708 soll Wehrhahnlinie weichen

 

Mit dem Start der Wehrhahnlinie im kommenden Jahr sollte die Straßenbahnlinie 708 komplett wegfallen, da die neue U-Bahnlinie U71 Teile der Strecke ersetzt. Den Anwohnern Düsseltals fiele dadurch jedoch die einzige direkte Verbindung zum Hauptbahnhof weg. Mit Stimmen der SPD, Grünen, FDP, der Freien Wähler, Ratsfrau Annelies Böcker (CDU) und über 3000 gesammelten Unterschriften spricht sich eine große Mehrheit für das Bestehen der Linie aus. Laut Rheinbahn lohnt sich der Erhalt der Linie jedoch nicht, weil das Fahrgastaufkommen in dem Abschnitt nicht hoch genug sei. Dabei nutzt vor allem die in Düsseltal überdurchschnittlich stark vertretene Gruppe von Menschen im höheren Alter
die Verbindung. Ab der Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie wird die 708 ein Jahr lang die reguläre Route auf Probe bedienen. Danach muss erneut entschieden werden; weil die
vor zwei Jahren mit der Prüfung beauftragte Verwaltung falsche Fahrwege testete, um den Entscheidungsprozess zu verzögern.

 

Quellen:

Antenne Düsseldorf

Rheinische Post

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

 

 

24.12.2014:

 

Taxis in Gefahr

 

An wochenendlichen Abenden und Nächten stauen sich regelmäßig unzählige Taxis in der Altstadt. Als Verkehrsschwerpunkte gelten die Ratinger Straße und die Heinrich-Heine-Allee. Von dort aus strömen die Menschen in die Clubs, Restaurants und Kneipen der Altstadt. Die Nachfrage seitens der Besucher ist groß - vor allem in den Morgenstunden nutzen viele
nach einer durchzechten Nacht die Dienste der Fahrer, um bequem, schnell und sicher nach Hause zu kommen. Um das angebliche Überangebot abzubauen, ging die Stadt teils mit unverhältnismäßigen Mitteln vor. Durch rigide Kontrollen des Ordnungsamts wurden dieses Jahr an besagten Stellen knapp 450 Strafzettel verteilt. Viele Taxifahrer legten bei den inflationär verhängten Bußgeldern Widerspruch ein und bekamen vor Gericht in den meisten Fällen sogar Recht. Die verstopften Zufahrten in die Altstadt gehen auf den großen Andrang und das daraus resultierende lukrative Geschäft für die Fahrer zurück. Rettungsdienste sehen darin ein Problem, da im Notfall Zufahrten blockiert werden. Statt dafür eine politische und intelligente Lösung zu finden, reagiert die Stadt mit übertriebenen Kontrollen.

 

Quellen:

Express

Rheinische Post

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

 

24.12.2014

 

Frohes Fest – Weihnachten
im Zeichen der Toleranz

 

Dieses Jahr steht Weihnachten mehr denn je
im Zeichen der Toleranz. Der Mitte des Jahres erneut entfachte Nahost-Konflikt und vor allem der anhaltende Terror des Islamischen Staats
 in Syrien ließen die politischen und religiösen Fronten auch hierzulande nicht unberührt. Die Abwanderung radikalislamischer junger Männer aus NRW nach Syrien, ein im Düsseldorfer Süden wohnhafter bekannter Salafist mit und steigende Flüchtlingszahlen schürten Ängste in der Mitte der Gesellschaft, die seit einiger Zeit von rechtspopulistischen Gruppierungen teils erfolgreich zu ihren Zwecken instrumentalisiert werden. In Düsseldorf fand die erste Kundgebung gegen „die Islamisierung des Abendlandes“ jedoch nur wenig Anhänger, da sowohl die Stadtspitze samt Oberbürgermeister als auch diverse Vereine Gegenkundgebungen veranstalteten. Religiöse und ethnische Vielfalt ist eine Bereicherung einer jeden Gesellschaft, die durch verallgemeinernde Propaganda einer rechten Gruppierung nicht diskreditiert werden darf.

 

Quellen:

 

 

 

 

12.01.2015

 

WestLB verheimlicht Kunstschätze

 

Die WestLB sorgte bis zu ihrer 2011 verabschiedeten Zerschlagung für unzählige Skandale. Neben mehreren Anteilseignern fungiert momentan die Portigon AG als offizielle Rechtsnachfolgerin der WestLB. Der AG war auch der Kunstbesitz der WestLB übertragen worden, die als Landesbank über Jahrzehnte hochkarätige Kunst angekauft hatte. Eigentümer der Nachfolgerin ist wiederum das Land. Damit gehört die wertvolle Kunstsammlung also auch den Bürgern dieses Landes. Auf Druck der EU-Kommission hin muss NRW allerdings die Bank, und somit auch die besagte Sammlung verkaufen. In dieser befinden sich unter anderem Werke von August Macke, Salvador Dalí, Max Bill und Gerhard Richter - der Gesamtwert wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Um den Verkaufspreis zu steigern, hält das NRW-Finanzministerium Details zum Umfang der Kunstsammlung jedoch geheim. Damit droht einigen Museen der Verlust illustrer Kunstwerke, die einst als Leihgabe der Bank in Ausstellungen und Depots gelangten. Nach der Veräusserung von zwei Warhol-Werken im November steht somit der nächste Fall des Ausverkaufs kultureller Schätze zugunsten klammer Banken bevor.

 

Quellen:

Focus

Rheinische Post

 

 

 

12.01.2015
 
Gute Stadt, schlechtes Image
 
Bei Touristen und vor allem ausländischen Unternehmen erfreut sich Düsseldorf großer Beliebtheit. Bei den eben genannten liegt die Landeshauptstadt auf der Beliebtheitsskala gleich hinter London und Paris. Firmen aus dem Ausland schätzen den Großraum Düsseldorfs der benachbarten Ballungsgebiete, der Infrastruktur und unkomplizierten Verbindungen zu Überseehäfen in Belgien und den Niederlanden wegen. Doch das Image und die Außenwahrnehmung werden der vielseitigen Stadt in keiner Weise gerecht. Die letzte Imagekampagne Düsseldorfs ist fast 40 Jahre her, und mit dem 2012 neu eingeführten Logo tat sich NRWs Hauptstadt alles andere als einen Gefallen. Das überteuerte, lächelnde „:D“  wurde vor der Einführung in Düsseldorf bereits vom Land Dänemark und der Stadt Dubrovnik verwendet, was allerdings erst nach Veröffentlichung des Zeichens bekannt wurde und ihr mehr Hohn und Spott als positives Image bescherte.
 
Quellen:
Rheinische Post
Westdeutsche Zeitung
 
 
 
 
 
 
 

 

19.01.2015

 

Düsseldorf stellt Rechte in den Schatten

 

Im Dezember letzten Jahres fand in Düsseldorf die erste Kundgebung von Dügida statt, einer rechtspopulistischen Initiative nach Dresdner Vorbild. Bereits während der ersten Veranstaltung organisierte ein breites Bündnis Gegenveranstaltungen am selben Ort. Auch der Oberbürgermeister Thomas Geisel rief die Bewohner der Stadt dazu auf, für ein tolerantes und weltoffenes Düsseldorf einzustehen. Nach der ersten erfolglosen Aktion meldete „Dügida“ daraufhin bis Ende April allmontägliche Demonstrationen für die Landeshauptstadt an. Anlässlich der zweiten Veranstaltung am 12. Januar rief Geisel erneut zur Teilnahme an den Gegendemos auf und kündigte an, dass er die Lichter der städtischen Gebäude zeitgleich mit Beginn der Dügida-Kundgebung demonstrativ löschen wolle. Gegen diesen Aufruf war die Dügida-Vertreterin Melanie Dittmer juristisch vorgegangen. Die Verwaltungsrichter verboten auf ihren Antrag hin, städtische Gebäude während der Demo zu verdunkeln. Gegen das Verbot legte Geisel Beschwerde ein und bekam Recht. Düsseldorf blieb dunkel und setzte ein starkes Zeichen für Toleranz und gegen die Präsenz der Rechtsgesinnten. Ein symbolischer Akt, der trotz aufgeflammter Kritik an der Neutralitätspflicht des Stadtoberhaupts weiterhin beibehalten werden muss.

 

Quellen:

Rheinische Post

 

19.01.2015

 

Humor gegen Terror

 

Der Anschlag auf das Pariser Satiremagazin „Charlie Hebdo“ am 07. Januar kostete 12 Menschen das Leben. Unter den Opfern waren die wichtigsten Instanzen des Magazins, das bekannt ist für seine tabulosen Karikaturen. Dieser terroristische Akt war ein grausamer und
sehr effektiver, denn er traf ein Medium, das
die Grenzen der Meinungsfreiheit und der damit verbundenen westlichen Werte immerwährend auf den Prüfstand stellte. Die Ermordung
der Satiriker gleicht einer tiefen Erschütterung
der Pressefreiheit, auch wenn viele Kritiker der Meinung sind, dass die Karikaturen des Magazins selbige überstrapazierten. Dabei kritisierte das Magazin alle Religionen und alle Politiker, unabhängig von Ethnie, Geschlecht oder Ideologie. Weltweit solidarisierten sich Menschen teils aus einem viralen Medien-Phänomen heraus mit dem Magazin, aber auch islamische Initiativen riefen zu Mahnwachen
auf und standen gegen das Töten unter dem Deckmantel ihrer Religion und für die Werte
westlicher Gesellschaften ein. Humor war und ist seit jeher eine intellektuelle Übersetzung von Kritik und dient dem Menschen dazu, ernste Geschehnisse erträglich zu machen. Nach den Ereignissen in Paris sollte von dieser Form der Kritik erst recht Gebrauch gemacht werden.

 

Quellen:

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Taz – Die Tageszeitung